𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Also, ich muss zugeben: Ich habe The Derr and the Dragon in erster Linie wegen des unfassbar schönen Farbschnitts gekauft – und ja, das Cover ist ein echter Hingucker! Optisch also schon mal ein Volltreffer.
Inhaltlich war ich neugierig, denn Engel, Dämonen, ein Höllenfürst und sogar eine nordische Fae? Klingt erstmal nach einem richtig spannenden Mix – und ich liebe es, wenn Mythologie und Fantasy aufeinandertreffen. Auch die Prämisse, dass Marlow zwischen Himmel, Hölle und uralten Kräften hin- und hergerissen ist, hatte Potenzial.
Leider hat mich die Umsetzung dann nicht so richtig abgeholt. Die spicy Szenen sind zwar präsent und für Fans von knisternder Fantasy-Romance sicherlich ein Pluspunkt, aber Spannung kam bei mir nur stellenweise auf. Vieles wirkte eher dahinplätschernd, und ich hatte oft das Gefühl, dass die Handlung nicht so recht wusste, wo sie eigentlich hinwill.
Die Welt an sich ist interessant, keine Frage, aber manchmal wurde sie für meinen Geschmack eher erklärt als wirklich erlebt. Ich hätte mir mehr Show statt Tell gewünscht – mehr mitfühlen, weniger mitgeteilt bekommen.
Was mir gefallen hat, war die Grundidee. Die Idee mit der vererbten Gabe, der undurchsichtigen Vergangenheit und dem Mix aus verschiedenen Pantheons – das war wirklich spannend gedacht. Nur leider wurde für mich aus der interessanten Idee keine richtig packende Geschichte.
Alles in allem: Kein schlechtes Buch, aber auch keins, das mich völlig mitgerissen hat. Zwei Sterne – für das tolle Konzept, die optische Gestaltung und ein paar gelungene Szenen. Wer auf Fantasy mit etwas Spice und mythologischem Flair steht, kann ruhig mal reinschauen – aber man sollte keine durchgehend fesselnde Story erwarten.
Rezension von Silvana
