𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Das Buch fühlt sich an wie ein kluger Spaziergang durch das Herzstück unserer Kulturgeschichte – leichtfüßig, aber nie oberflächlich. In gerade mal hundert Seiten schafft es Haberer, nicht nur die Entstehungsgeschichte der Bibel verständlich darzustellen, sondern auch die großen Fragen, die sich daraus ergeben, mit einer beeindruckenden Klarheit zu beleuchten: Wer ist dieser Jesus eigentlich? Was ist Liebe im biblischen Sinne? Und warum geht uns das alles heute noch etwas an?
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht belehrend oder “kirchlich” daherkommt, sondern offen, neugierig und angenehm menschlich. Es wirkt fast wie ein persönliches Gespräch – was vielleicht auch kein Zufall ist, denn wer Johanna Haberer aus dem Podcast “Die Pfarrerstöchtern” kennt, weiß: Sie hat diese Gabe, theologische Tiefe mit alltagsnaher Sprache zu verbinden.
Das Buch ist perfekt für alle, die sich einen ersten Zugang zur Bibel wünschen, ohne gleich in 1.000 Seiten hebräischer Genealogien zu versinken. Es ist eine Einladung zum Nachdenken – nicht nur für Christen, sondern für alle, die verstehen wollen, wie stark unsere westliche Kultur vom biblischen Denken geprägt ist.
Kurzum: Ein inspirierendes, kluges und überraschend kurzweiliges Buch. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen – und direkt danach noch einmal aufgeschlagen.
Rezension von Silvana
