𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Ich bin ehrlich: Ich habe dieses Buch in erster Linie wegen des Settings in New York und dem Fake-Dating-Trope in die Hand genommen – zwei Dinge, die ich grundsätzlich liebe. Und ja, Summer in the City liefert definitiv eine leichte Sommerlektüre mit RomCom-Vibes und einem Hauch Glitzer durch den milliardenschweren Nachbarn. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht komplett mitgerissen.
Elle als Hauptfigur fand ich sympathisch – eine Drehbuchautorin mit kreativer Blockade ist mal ein frischerer Ansatz, und ich mochte ihren inneren Struggle. Parker dagegen blieb für meinen Geschmack etwas zu glatt. Klar, charmant und reich – der typische Book-Billionaire eben. Aber mir fehlte die Tiefe, dieses gewisse Etwas, das ihn mehr macht als nur den heißen Nachbarn mit PR-Problem.
Die Dynamik zwischen den beiden war unterhaltsam, keine Frage. Ich habe ihre Dialoge gern gelesen und an manchen Stellen auch wirklich geschmunzelt. Aber insgesamt kam mir vieles zu vorhersehbar und ein bisschen zu konstruiert vor – fast so, als würde das Buch selbst ein Drehbuch sein, das genau nach Genreformel funktioniert. Die Funken haben gezündet, aber gebrannt hat da nichts.
Was mir wiederum gut gefallen hat, war der Blick hinter die Kulissen der Drehbuchwelt. Die Szenen, in denen Elle versucht, sich von der Stadt inspirieren zu lassen, waren wirklich schön geschrieben. Da konnte man die Liebe zur Stadt und zum kreativen Prozess spüren.
Fazit: Kein schlechtes Buch – eher ein netter Sommerroman für zwischendurch mit einer Portion Kitsch und bekannten Tropes. Wer Lust auf eine leichte Lektüre mit RomCom-Charme hat, ist hier nicht falsch. Für mich war’s aber eher solide als spektakulär – deshalb 3 Sterne.
Rezension von Silvana
