𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Also, ich sag’s mal so: Haus Ashford – Magie verpflichtet hat mich nicht gerade vom Besen gehauen, aber ich bin auch nicht komplett auf der Couch eingeschlafen. Es war so ein Mittelding – ein magischer Auftakt, der mit vielversprechenden Zutaten spielt, aber noch nicht ganz den perfekten Zaubertrank zusammengebraut hat.
Stephen Oakwood, unser Underdog-Zauberlehrling aus einfachen Verhältnissen, wird urplötzlich in die fein säuberlich vergoldete Welt einer altehrwürdigen Magierfamilie hineinkatapultiert. Klingt erstmal nach einem netten Tapetenwechsel, wäre da nicht das ganze Hickhack aus Machtspielchen, aristokratischem Ego-Gehabe und mehr unausgesprochenen Familiengeheimnissen als bei einem Weihnachtsessen mit den Schwiegereltern.
Der Einstieg hat mir echt Spaß gemacht – der Schreibstil ist flott, die Welt solide aufgebaut, und Stephen ist angenehm normal für jemanden, der plötzlich mit Magie um sich werfen kann. Kein überzogener Superheld, sondern eher der Typ „Ich mach das jetzt einfach irgendwie“, was mir sympathisch war.
Aber – und hier kommt das große aber – die Story dümpelt stellenweise etwas dahin. Es ist viel Setup, viel Hin und Her mit Haus Ashford, und ich hatte öfter das Gefühl, dass die richtig spannenden Sachen immer gerade hinter der nächsten Ecke lauern… und dann doch nicht kommen. Dafür, dass Magie eigentlich voll das Drama-Versprechen mit sich bringt, blieb der große Knall noch aus. Ich hätte mir etwas mehr Feuerwerk, etwas weniger Tee mit der Familie gewünscht.
Was ich allerdings wirklich gut fand: Die Welt hat Tiefe, und man merkt, dass da noch einiges im Hintergrund schlummert. Die Magie fühlt sich nicht wie ein billiger Trick an, sondern wie etwas, das Regeln hat – und Konsequenzen. Das macht Hoffnung für die nächsten Bände.
Fazit: Solider Start mit Ecken und Kanten. Nicht perfekt, aber definitiv neugierig machend. Ich bleib dran – allein schon, um zu sehen, wie Stephen sich durch dieses Haifischbecken namens Magier-Adel schlägt. Aber Band 2 muss bitte einen Gang hochschalten. Magie verpflichtet – und mich bitte auch zum Weiterlesen!
Rezension von Silvana
