Rezension / Meng Xi Shi - Thousand Autumns - Tiefer Fall Band 1

 


Rezensionexemplar als Print

★★   4   Sterne

Thousand Autumns Band 1
Erschienen bei Bramble
Übersetzung: Babsi Schwarz
Hardcover (24,-€)
Erscheinungstermin: 03.03.2025
 416 Seiten


𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟


Okay, also… ich hab’s gelesen. Und dann noch mal. Und dann musste ich erst mal tief durchatmen, weil: Wow, das war ein emotionales Kung-Fu-Fest mit ordentlich Herzschmerz, Plot-Twists und einer Prise Wahnsinn – und ich meine das liebevoll. Diese Geschichte ist wie ein Tee, der erst süß duftet und dann plötzlich ordentlich nachtritt.


Yan Wushi? Der ist so ein Typ, der einem ein Kompliment macht und einem gleichzeitig das Bein stellt. Ein diabolischer Charmebolzen mit einem Ego so groß wie sein Kampfstil tödlich ist. Und Shen Qiao? Ein wandelndes Seelenpflaster, das trotz Blindheit klarer sieht als die ganze Riege an intriganten Kampfkünstlern um ihn herum.


Die Dynamik zwischen den beiden? Knistert wie ein brennender Räucherstäbchenladen. Aber halt auf die slow burn Art, bei der man sich zwischendurch fragt, ob man nicht heimlich Teil eines psychologischen Experiments geworden ist. Großartig!


Die Welt ist episch, mystisch und ziemlich komplex – manchmal war ich verwirrter als Shen Qiao ohne Sehkraft, aber hey, das gehört zum Spaß. Die Innenillustrationen? Wunderschön! Ich hab die Charakterkarte wahrscheinlich öfter angeschmachtet als den Plot gelesen.


Was einen Punkt Abzug gibt? Der Einstieg war holprig, wie eine Kutschfahrt über Geröll – man braucht Geduld. Und Namen. Viele Namen. Mit vielen Silben. Aber wenn man einmal drin ist, lässt es einen nicht mehr los.


Fazit: Ein wilder, wunderschöner Ritt durch Moral, Macht und Männer mit Schwertern. Für alle, die auf „Grumpy trifft auf Heiligenschein“ stehen – und bereit sind, sich emotional von einem chinesischen Meisterwerk vermöbeln zu lassen. Band 2, ich komme!


Rezension von Alrik