𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Der dritte Band der Stalking Jack the Ripper-Reihe entführt uns auf ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff, wo ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel stattfindet. Die Atmosphäre? Grandios! Zwischen der dunklen Magie eines Zirkus und der klaustrophobischen Enge des Schiffs kommt eine herrlich düstere Spannung auf. Maniscalco schafft es, diese beklemmende Stimmung perfekt einzufangen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Audrey Rose bleibt eine faszinierende Protagonistin, auch wenn sie mich diesmal mit einigen ihrer Entscheidungen ein wenig genervt hat. Ihre Chemie mit Thomas Cresswell ist wie gewohnt prickelnd, aber der neue Charakter Mephistopheles wirbelt ihre Beziehung ordentlich durcheinander – und ja, das resultiert in einem Love Triangle, das nicht jeder mögen wird. Trotzdem: Mephistopheles ist ein Highlight! Seine geheimnisvolle, charmante Art hat mich genauso in den Bann gezogen wie Audrey.
Die Handlung ist rasant und die Morde sind, wie zu erwarten, makaber und clever inszeniert. Die Autorin versteht es, den Leser in die Irre zu führen, und die Auflösung hat mich tatsächlich überrascht. Einziger Kritikpunkt: Manchmal fühlte sich das Beziehungsdrama etwas übertrieben an, und ich hätte mir mehr Fokus auf den eigentlichen Kriminalfall gewünscht.
Insgesamt aber ein spannender und atmosphärischer Roman, der die perfekte Mischung aus Mord, Magie und Romantik bietet. Wer die Reihe liebt, wird auch diesen Band genießen.
Rezension von Silvana
