𝕊𝕡𝕠𝕚𝕝𝕖𝕣𝕗𝕣𝕖𝕚𝕖 ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟
Das Buch von Rasha Khayat erzählt die Geschichte einer tiefen Freundschaft zwischen drei Figuren: Hanna, Zeyna und Cem. Sie wachsen gemeinsam im Ruhrgebiet der 1980er Jahre auf. Doch im Laufe der Jahre wird ihre Beziehung durch gesellschaftliche Ereignisse und den zunehmenden Rassismus erschüttert. Besonders Zeyna und Cem sind von diesen Veränderungen betroffen.
Die Autorin schafft es, auf wenigen Seiten eine tiefgründige Geschichte zu erzählen, die trotz ihrer Kürze ohne unnötige Längen auskommt. Die Handlung bleibt kompakt, was das Leseerlebnis angenehm flüssig macht. Besonders hervorzuheben ist der poetische Stil, der anfangs gewöhnungsbedürftig für mich war, sich aber schnell als wesentlicher Teil der Erzählweise herausstellt. Einige Sätze sind so kraftvoll und lassen Raum für eigene Interpretationen.
Auf der anderen Seite ist der melancholische Grundton des Buches nicht jedermanns Sache. Trotz tiefgründigen Themen, schafft es die Erzählung nicht, mich emotional wirklich mitzureißen. Ich blieb eher distanziert und folgte der Geschichte, ohne mich stark involviert zu fühlen. Auch die Auflösung am Ende ist zwar unerwartet, bleibt aber ohne großen emotionalen Nachhall.
Rezension von Silvana
