2 Rezensionen in einem Beitrag:
Arno Strobel hat mit *Stalker* erneut bewiesen, dass er ein Meister des Psychothrillers ist. Die Geschichte um Eric Sanders, der zunehmend von einem Unbekannten in eine dunkle Spirale gezogen wird, hat mich von Anfang an gefesselt. Der Spannungsaufbau geschieht geschickt und zieht den Leser nach und nach tiefer in das Geschehen hinein. Besonders gut haben mir die unerwarteten Wendungen gefallen, die immer wieder für Überraschungen sorgen und das Buch nie wirklich vorhersehbar machen.
Strobels Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, was das Buch insgesamt zu einem pageturner macht. Dennoch muss ich sagen, dass für mich nicht durchgehend die typische Thriller-Atmosphäre aufkam. In einigen Passagen plätscherte die Handlung ein wenig dahin, und die Spannung flaute etwas ab. Auch wenn dies die Leseerfahrung nicht stark beeinträchtigt hat, hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Nervenkitzel gewünscht.
Insgesamt jedoch ein packender Thriller mit einer interessanten Story und gut durchdachten Charakteren, den ich gerne weiterempfehle!
Rezension von Alrik
—————————
Arno Strobel gelingt es mit seinem neusten Buch, einen Psychothriller zu schaffen, der mir eine schöne Lesezeit beschert hat.
Es geht um Eric Sanders, einen Schauspieler, der gerade eine Hauptrolle im *Tatort München* ergattert hat. Nach der Ausstrahlung des Films erlebt er einen rasanten Anstieg seiner Bekanntheit, was sich auch auf seinen Social-Media-Kanälen bemerkbar macht. Doch dieser Ruhm bringt auch dunkle Seiten mit sich – denn das erste Fake-Profil taucht auf und klaut seine Identität. Die Situation eskaliert, als seine Frau und sein 11-jähriger Sohn Leon von diesem Fake-Eric- entführt werden.
Zitat: Ich bin du! Ebenso sehr oder ebenso wenig wie du bin ich derjenige, der du vorgibst zu sein. (Seite 40)
Strobel lässt die Leser tief in Erics Vergangenheit eintauchen. Als er von dem Fake Account beschuldigt wird, als Kind einen Mord begangen zu haben. Diese düstere Vergangenheit wird zur zentralen Frage des Thrillers: Was hat Eric wirklich getan? Die Drohung, seine Familie nur dann wiederzusehen, wenn er den Mord öffentlich gesteht, setzt ihn unter enormen Druck.
Während das Buch eine hohe Spannung aufbaut, fehlte mir persönlich etwas, um die Story zu einem herausragenden Erlebnis zu machen. Die Dialoge zwischen den Charakteren sind toll geschrieben, aber die Auflösung der Geschichte konnte mich nicht vollständig überzeugen. Außerdem hatte ich Schwierigkeiten, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Insgesamt ein Thriller, der seine Fans finden wird, auch wenn er für mich persönlich nicht ganz an die 4 Sterne heranreicht.
Rezension von Silvana
