Bei dem Buch von Matt Haig, wusste ich, worauf ich mich einlasse. Ich lese selten den Klappentext von einem Buch, eher lese ich Rezensionen. Hier habe ich also vorher gewusst worum es ungefähr geht.
„Lebensangst“, habe wir wohl alle schon einmal erlebt. Wir trauen uns oft etwas nicht zu. Dabei hätten wir es im Herzen gern getan. Nora hätte vieles sein können im Leben, Forscherin, Verheiratet und Bar Besitzerin und mehr. Aber wir können nicht alles sein. Wir treffen im Leben so viele Entscheidungen, wir hören auf unser Herz, unseren Verstand oder wir hören auf die Ratschläge andere Menschen um uns herum. Doch es ist egal, was andere sagen und was andere sich von einem wünschen. Du allein musst mit deinen Entscheidungen leben.
Noras Gefühlsleben ging mir nah. Sie Stand an einem Punkt in ihrem Leben, wo sie nicht mehr leben wollte. Doch dann kam sie in die Mitternachtsbibliothek. Ich konnte mir die Bibliothek sehr gut vorstellen. Auch die Idee dahinter, fand ich einfach grandios. Dennoch fand ich die Story etwas schwach, mit vielleicht einigen Seiten mehr, wäre das Potential besser ausgeschöpft.
Ihre einzelnen Leben hat sie meist nicht lange besucht. Sie hatte dadurch keine Chance herauszufinden, ob das Leben wirklich nichts für sie ist. Etwas mehr Tiefe hätte ich mir gewünscht. Mir ging ihre Situation zwar nah, aber dennoch hätte ich bei dem Thema, mehr Gefühlsregungen bei mir erwartet.
Dennoch ist es für mich eine solide Story und würde es auch weiter empfehlen zu lesen. Das Buch bietet jedem Raum über sich selbst und sein eigenes Lebensgefühl nachzudenken und zu philosophieren.
